Wahres GeSicht

 

MittwochsMeditation

13.02.2020

 

Guten Abend, herzlich Willkommen liebe Freunde, Good evening, Welcome.

 

Der Eine grüßt den Einen und jeder weiß, dass er gemeint ist. Es ist der Gruß, die Berührung Gottes, die sich ins Leben gibt, liebt, zur Freude des Lebens, des Zaubers, der in jedem Gruß innewohnt. 

 

Lasst uns diesem nachspüren, jetzt, in diesem Moment und jedem Moment heißt dich das Leben willkommen, und Leben meint ewiges Leben, die Ganzheit des Lebens. Du bist vollkommen Willkommen, aus und als der Wille dessen, das dich vollkommen weiß, das ICH von dir ist mit dir. Der Urgrund deines DaSeins, deines lichterfüllten DaSeins. Lass die Worte sanft in dein Herz gleiten, vollkommen  —  lichterfülltes ICH  —  lichterfülltes DaSein ist was du bist, ruhe darin.

 

Wenn die Aufmerksamkeit abdriftet, sei nicht beunruhigt, dein SEIN ist ganz und gar gebettet im Urgrund der Stille, des Lichtes, der Kraft und lässt sich nicht ablenkten. Die Ablenkung bewegt sich an der Oberfläche, doch du bist die Tiefe, das Ganze, unberührt, unversehrt.

 

Bemerke die Stille   —   Bemerke dIch.

 

Stille

 

Welch wunderbare und tiefe Stille, die immer der Urgrund unseres Seins ist. Indem wir Stille bemerken, bemerken wir uns, die Wachheit. Das ist was du bist  —  die Stille, die Wachheit, sich gegenseitig bemerkend, ist das Licht. Das Licht des DaSeins, das Licht des Lebens.

 

Diesem Licht des Lebens wohnt der Zauber des Lebens inne und dieser ist so unendlich viel größer, weiter und so vollkommen anders als die Art und Weise des persönlichen Eindrucks, der sich stets an dem Gefühl der Trennung orientiert und daraus seine Unzufriedenheit schöpft und schöpft  —  bis er er-schöpft und nicht mehr kann. Er erkennt, er ist einer Täuschung oder einem Traum zum Opfer gefallen und bedauert die scheinbar verlorenen Jahre, bereut seine Handlungen, gibt das Unvermögen, das Leben zu meistern zu und versucht nun, alles loszuwerden, was die Täuschung ihn glauben ließ, sucht nach Verständnis und glaubt, dieses nun durch spirituelle Einsichten loszuwerden oder zu erhalten. 

 

Es wurde gerade in den letzten Tagen von einigen bitter bemerkt, dass es nicht möglich ist, die geistigen Erfahrungen, den Frieden, das Licht, die Eingebung in die menschlich bekannten Konzepte zu bringen, dies scheitert überall. Manchmal glaubt man, eine Eingebung ganz klar bekommen zu haben und wartet dann geduldig auf die Mittel, die dafür bereitgestellt werden sollten. Diese Ungeduld kann die Fülle des Moments, der sich ständig verströmende Geist in allen Formen, nicht wahrnehmen. Unser Sein ist in jedem Moment vollkommen und hängt nicht von einer bestimmten Form ab. Erst wenn dies erkannt, gefühlt ist, fließt ungehindert unser Eigen, welches das Eigen eines jeden ist und stellt sich in der Erfüllung, dem Hervorscheinen des göttlichen Prinzips, des göttlichen Plans dar und darin ist jedes Bedürfnis enthalten. 

 

Eine Freundin bedauerte sich dem spirituellen Weg so sehr gewidmet zu haben und glaubt, dass sie dadurch versäumt hat, die Kontakte oder Beziehungen zu pflegen, die sich nun in der physischen Form aufgelöst haben  —  und nun ist dies der Grund des Leidens. Die Täuschung ist, die Annahme dass, wenn sich die sogenannte physische Form auflöst, die Verbundenheit im Geist, in Christus, getrennt sei. Doch nein, diese ist ungeteilt und sogar intensiver, klarer, inniger, ohne den Wunsch einer bestimmten, oder persönlichen Erfüllung. Sind wir des Einsseins aller geistigen Wesen und Dinge gewahr, sind einzig in diesem erfüllt, was wir tatsächlich immer sind   —   ein lichterfülltes Sein   —   dann sind wir überrascht, dass die Form für die Sinneswahrnehmung im sogenannten Äußeren auch noch erscheint, es ist ein hinzugegebenes Wunder, das jedoch nicht gehalten oder bestimmt werden kann. 

 

Es gibt viele Situationen, die beleuchtet, durchleuchtet werden wollen, gelöst von den Vorstellungen und Konzepten, ob mental oder spirituell. 

 

Die Tiefe und Weite deines Christus-ICH´s oder des Seelenbewusstseins ist sich keiner Trennung bewusst. Es sieht sich selbst als dich und all deine Situationen in lichterfüllter Klarheit, in Vollkommenheit und einzig darin zu ruhen, ist heilsam für die Wunde des Trennungsgefühls, welchem einzig dadurch die Grundlage entzogen wird, durch die alles umfassende Christus-Gegenwart  —  es ist, als ob das Gesicht, welches auf Materielles oder Physisches schaut, ersetzt wird. Es wird wie ein zweites Gesicht erlebt, welches aus der Unendlichkeit schaut, der Ganzheit, der Vollkommenheit  —  ein Gesicht des Lichtes,    —   es ist dein wahres Gesicht. 

 

Seht ihr, wie auch diese Aussage eine vollkommene Bedeutung bekommt? Nichts, bleibt wie es scheint.

 

Eine Freundin schrieb mir: „Ich habe versucht, Dir meine Mühsal zu schreiben, doch wieder versank ich in mein Drama, denn Du bist viel zu rein, als dass ich Dir diese Worte schreiben kann“. 

 

Doch wahrlich ist, ICH, das Christus-ICH bin viel zu rein, als dass sich diese Worte aufrecht erhalten können. Deshalb bring sie mir vors Gesicht, kommt alle her zu mir   —   in Meiner Sicht setzt sich Liebe, Vergebung durch. Bis auf den Grund wird das Reine geschaut, bis sich nichts anderes mehr halten kann und IST   —   was immer ist   —   was immer war   —   EIN SEIN   —   Liebe.

 

Das Herz, das Kummer und Leid in sich trägt, wird ersetzt durch das was wirklich ist, das kosmische Herz, welches dein einzig Wahres ist   —   Liebe. 

 

Fühle die Weite deines kosmischen Herzens, das nichts als reine Liebe in sich trägt, bedingungslos.

 

Sprich mit deinem Herzen, fühl mit deinem Herzen und du bemerkst plötzlich, wie es sich verströmt und beschenkt, verschenkt, wenn es nicht mehr an einen äußeren Menschen, an dessen persönlichen Eindruck, gebunden ist, sondern sich und ihn im Licht des Einen fühlt.

 

Es ist ein ständiges Geschehen und all diese Meditationen sind wirksam, heilsam. Sie führen zum Durchscheinen des Lichts in scheinbar kleinen Begebenheiten und auch im Durchbruch der wahren Identität. Dies gilt es zu etablieren und die Art und Weise ist vor allem die Reinigung des Tempels, des Bewusstseins oder Gewahrseins.

 

Wir haben gehört, dass der einzige Gedanke, das einzige Denkvermögen, Gott und Gottes ist — Allintelligenz — und dass aus ihm unendlich viele sonnengleiche Gedanken, Inspirationen, Ideen in dein Gewahrsein fallen. Aus diesen ist alles gemacht, alles geformt, alles ist aus Geist, gibt sich in Form und wenn sie erfüllt ist, vergeht sie, um sich neu, größer, weiter zu erfüllen. 

 

Um diese lichtvollen, geistigen Ideen zu empfangen, muss natürlich der Tempel, das Gewahrsein, leer, sauber und frei sein von festgehaltenen, fixierten und begrenzten Interpretationen, Vorstellungen, Abhängigkeiten, von dem ewig sich verurteilenden Fehlverhalten usw.

 

Lasst uns unser Denken öffnen für den Einen  —  für Christus. Alle fehlerhaften Charakterzüge verschwinden durch die göttliche Gegenwart. 

 

Wird an bestimmten Fehlern oder Ansichten festgehalten, während Christus eingeladen wird, wird ein Konflikt verursacht zwischen Geist und Fleisch. 

 

Dieser Konflikt zwischen Geist und Fleisch führt zu Turbulenzen, zumindest vorübergehend. 

 

Lasst uns also miteinander den Geist der Wahrheit, Christus, einladen, uns von all der Furcht, den Formen oder Vorstellungen zu befreien. Allein dadurch geschieht es. 

 

Bis wir ein so reines Herz haben, eine solch geistige Wachheit, einen solch inneren Frieden und Freude, dass wir wahrlich die transzendente Struktur des Alls, des ICH´s, des Körpers und aller Dinge sehen, ja mehr noch; Was wir sehen, wahrnehmen   —  sind wir.

 

Stille

 

Auf diese Weise lassen wir den Ich-Eindruck mehr und mehr los. Es ereignet sich nicht auf einmal und nicht nur durch Wollen. Die Anhaftungen sind hartnäckig und tauchen oft gerade dann auf, fast schleichend, wenn gemeint wird, befreit zu sein. 

 

Das, was sich in Leib und Seele und Denken festgesetzt hat, ist nicht mit einem Mal verschwunden, doch in der Gemeinschaft mit Christus, der gefühlten Gemeinschaft, verlassen wir alle Netzte, alle Wünsche und Annahmen und erleben im Loslassen ein Niederlassen in Stille. 

 

Einheit nimmt uns in ihren Rhythmus, den Rhythmus des Atems, den Rhythmus des Alls. 

 

Ich möchte mit euch ein Gedicht teilen, das sich wunderbar für eine Meditation eignet:

 

                                                       *          *         *                                                            

Was ist ein Einatem?

Stoff der meine Lungen füllt   —

Bewegung die mich durchdringt und weit macht —

Leben, das ich als Atem empfange und das mich antreibt zu leben —

Odem der mir das Band zum Göttlichen schenkt —

Inhalt, der alles enthält, dessen ich jemals bewusst werden kann 

und dessen was gnadenvoll unbewusst bleibt —

Auftakt zum Singen, 

Kraft, die gesammelt zum Ausdruck drängt — 

Impuls aus dem göttlichen Ja zu meinem Leben —

Wiedergeburt.

 

Ausatem strahlt, strömt,

ist Aussage dessen, 

was entstanden ist im Übergang zwischen 

Ein und Aus.

Bin ich schöpferisch — 

für mein Dasein, für mein Werk, 

meine Mitmenschen?

Kann ich erscheinen  —

in der Fülle meiner Möglichkeiten, 

in meiner Substanz?

 

Und die Ruhe nach dem Ausatmen: 

geborgen, getragen, friedvoll 

bin ich Vertrauen.

 

Mein Atem kommt — 

mein Atem geht — 

und ruht im ewigen Kreislauf 

und ist ein tanzender Rhythmus, 

wenn ich ihn zu spüren, zu leben, zu erfahren weiß. 

 

Dieses Leichte wird mir offenbar.

Es speist sich aus der Kraft 

des Atems der aufsteigt — 

aus dem sanften Atem,

der absteigt — 

und strahlt aus dem Zentrum in den Aussenraum.

 

Vertrauend im Rhythmus heißt, an der Quelle sein —

Er bringt mich an tiefste Wurzeln meines Seins.

                                                      

Ilse Middendorf                                                                   

 

Stille

 

Es gibt also viele Möglichkeiten die wir nutzen können, sobald bemerkt wird, dass wir nicht aus der geistigen Einheit und Integrität leben. Es ist der schnellste Weg zu Vergeben und zur geistigen Mitte zurückzukehren.

 

Vater oder Christus vergib mir, dass ich nach Erscheinungen geurteilt habe, lass mich geradewegs durch die Erscheinung hindurchschauen und in jedem DICH, das Licht der Wahrheit, den Christus sehen. 

 

Auf diese Weise schauen wir uns in die Welt, ohne zu urteilen und erblicken, die Christus-Wahrheit.- Das ist das Heilungs-Bewusstsein, welches sich durch viele offenbart. Niemals verlassen wir die Stille.

 

Sie führt uns in die offene Weite und gibt uns die Leere, in die der Geist einströmt. Sie lehrt uns, uns selbst in vollkommenem Vertrauen aus der Hand zu geben und im lebendigen Leben, in Gottes Hand zu sein, SEINES lebendig zu leben, eben im Alltag. 

 

Immer ist die wichtigste Stunde die gegenwärtige  —  vollkommen.

 

Immer ist der wichtigste Mensch, der, der dir gerade gegenüber steht.   

 

Es ist der EINE, in dir.

 

Und immer ist die wichtigste Tat, die jetzige   —   die Tat der Liebe.

 

Die Liebe, die dich vollkommen weiß.

 

Die Liebe, die dich vollkommen fühlt, ist die Liebe, mit der wir uns in die Welt lieben.

 

Sie ist mit dir der Urgrund deines DaSeins, deines lichterfüllten DaSeins  —

 

des Einen DaSeins, welches es nur als Ganzheit gibt.

 

Du bist das, Ich bin das, jeder ist das. 

 

Das Licht des Lebens.

 

Das Eine Gesicht, welches sich selbst schaut.

 

Stille

 

ICH bin so unendlich dankbar, es ist unsagbar mit euch zu sein, in, als und durch euch, für dieses Erfahren der Gnade, der Liebe, des Lichtes. 

 

Ungeteilt zu jeder Zeit.

Danke