STILLE SEI

 

MittwochsMeditation

11. November 2020

 

Guten Abend, herzlich Willkommen,

 

willkommen euch allen, es ist ein besonderer Tag, jeder Moment ist besonders und doch hat alles eine Bedeutung, eine Wirksamkeit hinter dem was wir benennen können, hinter den Zahlen, des Datums: 11.11.2020. Es ist eine besondere, kosmische Konstellation, die große Lichteinflüsse der Einheit in die Zweiheit, die Zwei — die Welt, in ihren Polaritäten ergießt, aber nicht als Dualitäten, sondern Polaritäten, in ihrer ungeteilten, vielfältigen Darstellungsweise. Durch unsere immer feinerer Wahrnehmungsqualität können wir diese kosmischen Einflüsse mehr und mehr fühlen, sehen und nutzen. 

 

Wir haben letzten Mittwoch wieder eine so klare und umfassende Botschaft bekommen und es gibt gar nichts hinzuzufügen, es bestätigt sich im Erfahren, im Gehen und im Leben selbst. All jene Begebenheiten, die, die ganze Woche über geschehen, bestätigen, das was gesprochen wurde. Es ist die Eine Botschaft  — die Einheit aller Existenz, die einfach in der Verwirklichung im Ausdruck mehr Kraft und mehr Gestalt annimmt und sich als die Lebensweise mehr und mehr realisiert, sich alle Aufmerksamkeit abverlangt, höchst wach und mühelos sich bewegend. 

 

So mühelos, wie wir hier zusammengekommen sind. Es ist keine Aktivität einzelner, zusammengekommener Menschen. Nichts ist von dir oder von mir veranlasst worden, es liegt kein Tun darin, vielleicht ein paar praktische Regelungen, aber auch diese sind enthalten in der Einen Bewegung, die sich selbst ausführt, allwissend, allwirksam, in vollkommener Absicht, genauso wie es jetzt hier ist. Und diese Absicht liegt in der Stille, namenlos, für das namenlose Selbst, der Kostbarkeit des Lebens. 

Deshalb: „Sei still!“, oder „Stille sei!“. 

 

Das ist kein Veranlassen, es ist ein Geschehenlassen. Stille ist aller Raum und die kostbare Absicht der Stille  —  das Leben selbst bewegt sich  —  und reguliert ganz konkret. 

 

Du bist die Stille und ihre kostbare Absicht der Vollkommenheit  —  das stille und bewegende Leben selbst.

 

Stille

8:35

Die Aktivitäten der getrennt geglaubten Welt sind angehalten. Nachdem viele Aktivitäten ausartend, unbewusst, unwissend für wahr gehalten wurden, wurde alles angehalten  —  sogar das ist kosmisches Geschehen  —  sodass der Raum bemerkt werden kann, in dem man endlich mehr mit sich selbst sein kann, sich als das freie, weite, unendliche Selbst erfährt  —  die Weite der Geräumigkeit des Bewusstseins und aller Gewahrseinsbereiche.

 

Sich des EinsSeins gewahr zu sein, ist der sich verströmende und heilende Einfluss, so wie die schöpferische Bewegungskraft des Lebens. (der Satz scheint nicht vollständig, Verb?) Mögen sich Gedanken einschleichen, dass der Präsenzraum nicht gegenwärtig sei, jedenfalls bei dir nicht, dass der Aufruhr so groß sei, dass das Licht abhanden gekommen sei, in dir, in der Welt. Überall zeigt sich der Aufruhr und allzu schnell verwirrt die Idee, ich müsste mehr meditieren, in Stille eintreten, doch wie? Ich kann nicht, ich bemühe mich so, ich müsste mein Gewahrsein erheben, ich müsste irgendetwas tun, für das Recht oder gegen das Unrecht einstehen, ich fühle mich hilflos, ohnmächtig, um dieses oder jenes zu verändern, gerade jetzt. Ich müsste mich noch mehr hingeben.

 

Doch: „Sei still!“  —  bedeutet nirgendwo hinzugehen, nichts verändern zu wollen. Still sein, bedeutet auf ganz konsequente Weise, still zu bleiben. 

Wir erfahren das sehr konkret in unserem Treffen und in diesen vielen Zweiergesprächen. Und die Frage: „Was fühlst du?“, ist eine Abkürzung, was fühle und erfahre ich jetzt gerade und wir geben diesem Fühlen den Raum. Welch Aufruhr auch immer dich durchwühlt, ein zartes Gefühl oder ein Wirbelsturm, wir bleiben kontinuierlich mit dem Gewahrseinsfühlen in Kontakt, bis sich die Inhalte auflösen. 

 

Immer bin ICH mit dem Fühlen bei dir. ICH bin mit dir, auch wenn du dich in das tiefste Tal bettest. ICH bin mit dir, ICH fühle mit dir und das ist ganz konkret ICH, Gott oder Christus, das Reine Fühlen, die unbeteiligte, lichtvolle Aufmerksamkeit, mit dir. 

 

Der Christus in mir und der Christus in dir sind das Fühlen, wir sind Verbündete und der Aufruhr klingt ab, läuft aus, verbrennt im weißen Licht, dem nahtlosen Gewand  —   löst sich auf.

 

Lassen wir diesem Geschehen, jetzt und hier Raum. Was auch immer an Aufruhr in dir aufkommt, fühle, was jetzt gerade ist und wisse, ICH bin mit dir, ICH fühle mit dir. 

 

Wir fühlen direkt hinein in die Mitte des Gefühls  —   „Fürchte dich nicht!“

 

Stille

 

Und wenn sich dieser Aufruhr, diese Verwirrung aufgelöst hat, kommt vielleicht noch ein weiteres Gefühl. Wir bemerken oft, dass ein Gefühl nach dem anderen aufsteigt und auch dieses wird „ausgefühlt“, ICH fühle mit dir, widerstrebe nicht, lass dich ganz in das Gefühl hinein und siehe …!

 

Stille

 

 

17.00

Und wir bemerken auf diese Weise, dass mit dem Fühlen kein Jemand dabei ist der fühlt, sondern, dass es eine Bewegung ist, eine Bewegung die kommt, gefühlt wird und geht. 

 

Und wenn es ausgefühlt ist, taucht Stille auf. 

 

Leere und Stille. 

 

Stille ist etwas was auftaucht und dich erfasst, das ist die wirkliche Stille. 

 

Die wirkliche Stille ist nur das, was dich erfasst, von dem du dich erfassen lässt 

und die dich mehr und mehr diesen klaren, weiten Raum erfahren lässt. 

 

Es wird bemerkt, dass du das Fühlen in aller Reinheit bist, das Fühlen, das kein Urteil kennt, unmittelbar bereinigend wirkt, lösend und erfüllend, das kosmische BewusstseinsLicht  —  Christus.

 

Stille

 

19.13

Lasst uns hier in der Stille und Geitesklarheit die ganze Erde willkommen heißen, diesen wundervollen Planeten und jedes Detail von ihm. Die Stille und Geistesklarheit bringt fühlend ihre absichtsvolle Kostbarkeit zum Ausdruck.

 

Wir tragen diese Kostbarkeit des Lebens im Schoß der Stille. 

 

Bist Du still, ist deine ganze Existenz still, die ganze Erde schaut zu dir und hört und du bist die lichtvolle Aufmerksamkeit, die aus der Stille ihren Verlauf nimmt, die ganze Erde bewegt. 

 

Ruhe offen in dieser Geistesklarheit, die jetzt in diesem Augenblick und jedem Augenblick vollkommen gegenwärtig ist. 

 

Und vielleicht fühlst du diese Kraft und dieses unendliche tiefe Vertrauen  —  der Bewegung des Lebens selbst.

 

Und vielleicht bemerkst du die Wärme und Vertrautheit des Atems, ohne Einfluss  —  und lässt dich tiefer von der Stille bewegen.   

 

Wenn Gefühle aufkommen, fühle  —  und du bemerkst das Aufkommen der Stille, die dich ganz und gar einnimmt  —  deine ganze Erde im Schoß.

 

Stille

 

29.14

Du bemerkst, dass sich alle Gefühle, die oft überwältigend schienen, sich auflösen im Fühlen selbst. Nichts dieser Ängste ist wirklich echt. 

 

Alles verbrennt im Licht des Fühlens, im Licht der Aufmerksamkeit und dieses Licht der Aufmerksamkeit bewegt Welten  —  richtet vollkommen neu aus. 

 

Und du siehts wie die Erde, das Erfahren, einen vollkommen neuen Verlauf nimmt, ganz anders.

 

Und das Licht der Aufmerksamkeit ist richtungsweisend, absichtslos, absichtslos weil frei von Urteil, frei von dem Guten und Schlechten.

 

Absichtsvoll in der Vollkommenheit, der Kostbarkeit des Lebens, präsent, gegenwärtig, jetzt, hier in diesem Augenblick der Geistesklarheit und unendlicher Liebe.

 

Was auch immer du zu erfahren wünschst, es tritt aus dieser Geistesklarheit in die volle Erfüllung, das volle Leben  —  für dich und deine ganze Erde, deine ganze Existenz, für mich und meine ganze Existenz. 

 

Und was gehört zu deiner und meiner ganzen Existenz?

Alles was in deinem Bewusstsein erscheint, dem Einen Bewusstsein, dem Bewusstsein eines jeden in dieser Welt, absolut.

 

Stille

 

Hat sich die Bewegung des Geschehenlassens offenbart, ist kein Tun mehr, kein Jemand da. 

 

Es ist das Geschehenlassen selbst, das sich ausführt, die Bewegung, die bewegt, das unendliche Wesen, dass sich selbst zur Welt bringt, in jedem Detail des Erfahrens.

 

Danke