SICH Selbst schon bewusst

 

MittwochsMeditation

17. März 2021 

 

 

Hallo, herzlich willkommen,

 

ja, es ist so viel in Bewegung, soviel im Geschehen und ich bin gespannt, wie sich das heute alles ins Wort bringt. 

Deshalb lasst uns erinnern, dass wir aus der Stille hier zusammenkommen. Bevor wir zusammen gekommen sind ist Stille, während wir hier sind ist Stille und auch danach ist Stille. Unserer zeitlichen Wahrnehmung erscheint es wie vorher, jetzt und nachher. Doch Stille ist allgegenwärtig und empfängt das Leben, Licht. Stille selbst ist das Lauschen. Wir, Bewusstsein, sind von Stille empfangen und ewig ihr Eigen, so wie Stille unser Eigen ist. 

 

Gestern schrieb mir jemand unter euch: „Ich bin von Leib und Seele Stille.“ 

 

Das ist es. Lass diese Worte in dir klingen: „Ich bin von Leib und Seele Stille.“ 

 

In Stille atmet die Seele ihre wahre Substanz und erquickt ihr Leben, ihren Leib. Es mögen vielleicht Gedanken hin und her springen - sie sind wie Seifenblasen, es ist nichts darinnen - lass sie und erinnere: „Ich bin von Leib und Seele Stille.“ 

 

Lausche, wie die Seele ihre wahre Substanz atmet. 

 

Stille

 

Und so, wie die Seele ihre eigene Substanz, ihre wahre Substanz atmet, füllt sie den Körper. 

 

Deshalb fühle die Präsenz deines Körpers. 

 

Seele und Körper sind ein Liebespaar, sich selbst vollkommen liebend bewusst, sehend.

 

Das ist das ganze Geheimnis des Lebens, das Geheimnis des Sehens, des von allen Formen gelösten Sehens, des von allem Hören gelösten Hörens und Lesens, von allem Wollen gelösten Handeln; ist das unermessliche Leben, dass alle Zusammenhänge schaut, alles Zusammenwirken der Erde und Allem auf ihr, bewusst Seiner Selbst, enthält nur Sich Selbst und alles von Sich.

 

Doch solange du dich im Außen verloren glaubst, was bedeutet, sich mit den Dingen und der Person als sterblichem Körper zu identifizieren, so ist dein Sichtfeld von dir selbst versperrt, ungelöst. 

Sobald du dich mit irgend etwas identifizierst, meint dein Verstand, dies müsse geschützt werden und er macht nur noch das: Er vervielfältigt und verstärkt die Beschränkungen. Der Blick ist mehr und mehr vernebelt. Und dann bittet er immer wieder darum: “Wie stehe ich das durch, sag es mir und sag es den anderen, denn denen geht es sicherlich oder hoffentlich genauso wie mir.“ Oder: „Sag es doch endlich präzise und klar, den anderen.“

 

Lasst uns diese präzisen, klaren Aussagen hören, indem wir hören: „Sei still und wisse, ICH BIN´S.“

 

ICH bin du und du bist ICH. Wir zwei - im EINEN. 

 

Alles, das mein Bewusstsein betritt, jedes Wesen und jedes Ding: „ICH BIN´S.“ Was es auch immer sein mag. 

 

Oder: „Du hättest keine Macht über mich, es sei denn, sie sei dir von oben gegeben.“, was bedeutet, was sorge ich mich dann, die Macht des Allguten, in welcher Form sie auch erscheinen mag, ist gegeben - steh still! 

Oder: „Steh auf und geh! Nimm dein Bett, deinen Körper auf und geh, beweg dich, gib dich, lebe!“ 

 

Ohne Leben, wahres Sehen, gibt es keine Stabilität. 

 

Oder: „Nimm deine verstaubte Geschichte vom Kreuz oder die der scheinbar Anderen und lebe, jetzt!“ 

 

Jetzt ist der Tag, die Stunde, die Minute des Heils, des Vollkommenen. 

 

Das Bewusstsein von dir ist die lebendige Speise von Leib und Seele  -  Stille -

 

für jeden, der dein Bewusstsein berührt. 

 

Dann bemerkst du IHN, als dein Sein: ICH BIN´S. Und du gibst Ihm, was du bist und du nimmst Ihn ganz in dein lichtklares Bewusstsein und siehe  -  zwei sind Eins. 

 

Das Eine. 

 

ICH BIN das Original. 

 

In mir erscheint jede Art in seiner unsichtbaren Form und ICH erscheine als diese, in unendlicher Vervielfältigung.

 

Von allem gibt es ein Original, das in vielfältigster Weise erscheint.

 

Das Original bleibt unberührt von seiner Ausdrucksform, unberührt bedeutet immer in seiner Vollkommenheit sich erhaltend, geht immer aus von Stille und Seele, Form der reinen Substanz, dem Sehen selbst.

 

Das Original wird mit den physischen Augen nicht gesehen, es wird nur von sich selbst gewusst, sich selbst wissend. 

 

Das Original zum Beispiel von einem Tier, nicht sichtbar. Es drückt sich jedoch als alle Tiere aus. Das Original Hund ist nicht gesehen, doch die Vielfalt der Hunde ist sichtbar. 

 

Das Original erhält sich immer selbst in seiner Form und Ausdrucksweise. 

 

Und so können wir alles nehmen, was in unser Bewusstsein tritt und es auf diese Weise untersuchen:

 

Die Mitte ist Stille.

 

Und von ihr geht Bewegung aus, unkörperliche Seele und erscheint in vollkommen harmonischer Form -  vom Original selbst informiert und in voller Funktion gehalten. 

 

ICH BIN das ICH BIN. 

Die Herrlichkeit, Bewusstsein selbst. 

Die Lebendigkeit der Stille  -  gleichzeitig.

 

Wir gehen miteinander auf Erden - im Erfahren diesen Erwachensweg, als Menschheit und Natur.

 

Dies ist an diesem Seminarwochenende wieder so deutlich gesehen. Gleichzeitig offenbart sich vieles, was nur angesprochen wurde, im Bewusstsein erschienen, setzt sich das Licht gleichzeitig überall in Bewegung, 

 

Bewegung im Verborgenen, in alle Richtungen. 

 

Und das erwachte Sein ist so schlicht und plausibel, so eindeutig, dass ich nach jedem Seminar sehe:  Es gibt nichts mehr zu sagen  -  es ist erfüllt  -   

 

ES IST  -  ES IST - ES IST.

 

 

Überschwängliche Fülle.

 

Ich habe in den letzten beiden Tagen von vielen Menschen das gleiche Erfahren gehört. Wo immer wir hinschauen mit ungeteiltem Blick, hinhören mit offenem, weitem Ohr, überall geschieht das Gleiche, auch bei jenen, die es nicht zu bemerken scheinen. 

 

Jeder erlebt im Erfahren etwas Wacheres, Sanfteres, das Herz weitet sich, der Körper vibriert und hat mehr und mehr Freude an der Bewegung des Lebens, dem lebendigen Leben, sich neu gestaltend.

 

Und wer am Alten festhält, der sieht es noch nicht, bleibt fixiert oder schwankt hin und her und für all Jene sind wir da. Für einander, in jeglicher Weise, von höchstem Wert, urteilsfrei, bedingungslos, wie das Eine BewusstseinsLicht eben ist - für Sich selbst. 

 

Das Eine klare Sehen, unsichtbar und sichtbar. Nicht müssen wir für jene da sein, sondern wir sind für jene da. Wir sind uns ja dessen bewusst, was gerade in unserem Bewusstsein erscheint. 

 

Was also erscheint, ist das Erfahren von mir Selbst, das ICH bereits bin, es kommt zu mir, was ICH bereits habe.

 

Es ist klar, dass das ICH meines Seins und das ICH deines Seins und das eines jeden das gleiche ist.

 

ICH BIN ist das Original, das in vielfältigster Weiser erscheint.

 

Und all das Vielfältige schien getrennt zu sein, weil wir das Echte, das ICH, das Original, aus den Augen verloren haben, unverbundene Gedankenformen, sich selbst verirrend, jenseits des Einen, allverbundenen Gedankens. 

 

Doch dieser hält alles in vollkommener, allverbundener Ordnung

 

bringt das erscheinende Chaos stets aus dem Nichts in Einklang.

 

Wodurch? Durch Kommunikation, Allverbundenheit - mitEINander. 

Alles informiert sich fortwährend. Es ist das Prinzip des Lebens selbst.

 

Stille

 

Die Stabilität finden wir nur in der klaren Sicht.

 

Stabilität ist, wenn du alles vollkommen klar siehst. Deshalb gilt die gesamte Hingabe, klarer sehen zu können, nicht um Bitten zu äußern, sondern zu sehen. Nur einen Teil zu sehen kann keine Balance halten. Wenn du aus dem Gleichgewicht gerätst und du dich fortbewegst, ob beim Fahrradfahren oder beim Kosmos steuern, wirst du dich verletzten. Wenn du das Gleichgewicht verlierst und Geschwindigkeit aufnimmst, wirst du dich mehr verletzten.

 

Alles hat seine Wurzel in der klaren Sicht und diese geschieht durch den Abstand, dem Abstand von dem, was ich glaube zu sein, was ich glaube was der Körper ist, mit dem sich die Persönlichkeit identifiziert. 

Durch das Loslassen, das Freilassen der körperlichen Identifikation bemerken wir das energetische Geschehen, die Bewegung, die von Stille ausgeht, von meiner Mitte. Von dieser vollkommenen, inneren Ordnung, dieser Lichtstruktur, die alle Zusammenhänge schaut. 

 

Und der Gedanke, dass es diese Herrlichkeit an einem anderen Ort oder zu einer anderen Zeit gäbe, ist ein unerhörter Gedanke, denn zu keiner anderen Zeit und an keinem anderen Ort ist mehr Fülle, mehr Sicherheit, mehr Klarheit als hier und jetzt. 

 

Jetzt ist die Zeit, die Welt als Paradies zu sehen. 

 

Wenn wir das wirklich wollen, können wir diese „Zeit“ zur Besten machen. Wir erkennen, dass Spiritualität nicht ein Prozess in eine Richtung ist, sondern eine bestimme Ästhetik, eine bestimmte Qualität

 

Wir bemerken, wir können die gleichen Dinge tun, es gibt unendliche Möglichkeiten, es gibt nichts zu verändern, sondern das, was ist, wird mit zehnfacher Aufmerksamkeit gesehen.

 

In der Stille atmet die Seele ihre wahre Substanz.

 

Dies wird offenbar durch das Hineinfallen in die Stille, das Hineinfallen in die dunkle Stille. 

 

Dunkelheit offenbart Licht.

 

Bist du bereit, dich ganz in die dunkle Stille fallen zu lassen? 

Den Körper freizugeben in die Stille, die Dunkelheit? 

Alles der Person hinzugeben? 

Alles, womit du dich identifiziert hast? 

Aus Liebe? Aus Liebe zur Wahrheit selbst? Aus Liebe in und als alles? 

Die Wahrheit selbst, zu sehen? 

Für die Herrlichkeit einzustehen? 

Ihr treu zu sein? 

Nicht zu wissen? Und doch zu wissen? 

Gewiss zu sein, dass alles, was wir gesucht haben, bereits ist?

 

Das Verständnis wonach gesucht wurde, die Liebe, die Gesundheit, die Versorgung, die Gemeinschaft, die Talente, Sinnerfüllung, Gott oder Erleuchtung? 

 

Wir haben übersehen, dass es unser eigenes Bewusstsein ist, das sich fortwährend als DAS erfährt, von dem alles ausgeht: Mind, Herz, Körper, Welt, alles, was Existenz ist, was Leben ausmacht.

 

Wir haben geglaubt und glauben es manchmal noch, dass das Leben so sei, wie es ist, wie es unserer Sicht erscheint. Man könne es verändern oder nicht. Glauben, es hätte so, wie es erscheint, eine Macht über uns, oder wir hätten Macht über das Leben.

 

Doch jetzt erkennen wir, so ist das Leben eben nicht, von keinem, nicht ein kleines Körnchen. 

Das Leben ist EINS. 

Alles ist miteinander verbunden. Das Leben ist der klare Präsenzraum des Lichtes, glasklar, wie ein Diamant und in unendlichen Facetten leuchtend, indem es sich bewegt..

 

Es lohnt sich wirklich aufzustehen und dem, was sich im Innern schon längst als Impulse, als Ideen zeigt, zu lauschen und zu beginnen, den ersten Schritt zu machen und jeden Tag neu zu schauen, was will heute getan werden, für wen und wofür kann ich heute da sein. Keine Tat ist zu wenig oder zu viel, nur das Nachdenken darüber, ob es alt oder neu ist, wird dieses richtig verstanden oder falsch, legt lahm.

 

Deshalb sei still, lausche der Mitte, lass die Seele ihre wahre Substanz atmen und folge ihr, indem du gibst, gibst, gibst, aus der Mitte, dem Original, der Echtheit deines Seins.

 

Manchmal magst du eine Grenze setzten im Außen und das ist ok, aber tu es niemals im Inneren, lass es geschehen, sei deiner Herrlichkeit treu.

 

Danke.