ICH-Präsenz

 

MittwochsMeditation

22. April 2020

 

Guten Abend und herzlich willkommen. Welch Freude euch zu sehen.

 

Wir treffen uns hier in dem Raum bewusster Einheit. Das bedeutet, dass die Einheit, die Gesamtheit der Existenz, sich des vollkommenen Seins bewusst ist. Die Gesamtheit der Existenz ist sich in diesem Moment seiner Vollkommenheit bewusst  —   ist sich der Einheit bewusst. 

 

Schwingen wir uns ein in diese Wahrheit. Das absolute Bewusstsein ist sich durch mich, durch dich, seiner Vollkommenheit bewusst, der Einheit aller Wesen und Dinge. Das ist unser authentisches Selbst oder Christus, sich der Einheit aller Wesen und Dinge bewusst. 

 

ICH, das unendliche ICH, bin mir der Einheit Gottes, der Einheit aller Wesen und Dinge bewusst. Es ist tatsächlich dein Bewusstsein, welches sich bewusst ist, der Einheit bewusst. Ja, lasst uns in Stille in dieser Wahrheit schwingen.

 

Das vollkommenen Bewusstsein, das absolute Bewusstsein ist sich durch dich, durch dein Bewusstsein, der Einheit bewusst, der Einheit aller Wesen und Dinge. Schwinge dich immer wieder ein, lass diese Worte in dir klingen, wirken.

 

Stille

  

Weil ich bewusst bin, bin ich mir aller Wesen und Dinge bewusst, denn mein Bewusstsein ist das bewusste SEIN. Mein Bewusstsein ist der Raum der Herzensklarheit, der Liebe, es ist der EINE Mind, die EINE Seele, der EINE Mensch, der EINE Körper, der sich durch MICH, das ChristusICH in die Welt liebt  —   ICH bin´s.

 

So wie sich das absolute Bewusstsein durch uns Menschen mit freiem Geist bewusst ist, so wird sich heute die Evolution (Erkenntnis) der Erde (Erfahrung), durch uns bewusst. Wir sind hier in unserer Präsenz des Bewusstseins miteinander, der Raum der Herzensklarheit, in dem das Licht der Erkenntnis und die Berührung, die Empfindung verschmilzt  —  Geist und Form. Und jeder kann bestätigen, dass wir uns nicht nur visuell hier sehen, sondern dass wir auch die Präsenz der Gemeinschaft fühlen, es ist ein virtuelles Präsenzfeld, wir fühlen einander. Dieses Empfinden, dieses Gefühl ist unbegrenzt und ist nur möglich, weil es gedanklich keine Unterteilung gibt, es ist eine reine Empfindung, die sich keiner Trennung bewusst ist und es ist mehr die Präsenz, die das Wort hervorbringt, die gespürt wird, ohne das Wort zu vergleichen, abzuwägen oder zu interpretieren. Dadurch wird keine künstliche Trennung aufrechterhalten und somit verströmt sich das authentische ICH  —  das ChristusICH von dir, von mir, die Präsenz der Ganzheit — und löst alle grobstofflichen Formen, Erfahrungen in SEINEM Licht. Die Wahrnehmung transzendiert sich, verfeinert sich und dies hört, sieht, riecht, schmeckt, bewegt sich in neuen Wahrnehmungsbereichen, wo sich die Grobstofflichkeit und die damit einhergehenden, unbewussten Fehlinterpretationen nicht halten können.

 

Unser Zusammensein hier ist ein Gleichnis für die Verwirklichung des Christusbewusstseins, welches sich überall verwirklicht, wo ein Mensch so klar im Geist ist und weit im Herzen, ungebunden, so dass sich dieses absolute Bewusstsein durch ihn seiner Selbst bewusst ist und die himmlischen Einflüsse sich verströmen. Und dies muss nicht durch das Wort geschehen, sondern einfach im Zusammensein, durch die Präsenz selbst, die sich verströmt, fast unbemerkt gibt und man bemerkt es erst an an der veränderten Wahrnehmung, die klarer, feiner, leichter, liebevoller, beweglicher ist. Warum? Weil man gesehen wird, gefühlt wird, wie man wirklich ist. Wir kommen mit unserer Ursubstanz in Resonanz, in dieses Resonanzfeld, welches die Erfahrung synchronisiert. Es ist nun für viele leichter immer fortwährender aus dieser Präsenz der Allintelligenz und AllLiebe zu leben und alles zu synchronisieren oder zu kalibrieren, wie eine Freundin sagte. Die Praxis in dieser Bewegung ist  —  ICH möchte dich fühlen, wie du dich in DEINER Bewegung der Wahrheit fühlst, ich möchte erforschen wer du wirklich bist, wirklich, das heißt, deine EINZIGE Wirklichkeit, möge ich nie damit aufhören, bis ans Ende unserer Tage. Auf diese Weise entsteht untereinander in der Begegnung dieser Raum, der Raum des Freiseins, des Leerseins von dem Bekannten, der Herzensverbindung in dem ich fühlen möchte, wie du dich in deiner Wahrheit fühlst und entdecken möchte wie diese sich ausführt, jeden Moment neu.

 

Auf dieses Weise werden alle Schatten, die sich nun nicht mehr persönlich als grobstoffliche Formen, die einer Bewertung unterliegen zeigen, sondern es ist eine energetische Wahrnehmung von Schatten und Verstimmungen, die sich lösen, eben in diesem Raum der Klarheit, der Verbindung, der Stille, des wachen Lauschens. 

 

Nun hat es sich bisher so dargestellt, dass es recht schwierig für jeden Einzelnen war, das Gewahrsein dieser Präsenz aufrechtzuerhalten und wirklich von Moment zu Moment daraus zu leben und sich nicht immer wieder von den gedanklichen Erscheinungen und den zeitlichen Erinnerungen, den persönlich begrenzten Empfindungen beherrschen oder sogar konsumieren zu lassen. Die Befreiung schien schwierig und Meditation oft anstrengend, an Stille gar nicht zu denken. Die totale Hingabe, dieser Sprung ins Unwissen, die Loslösung von allen persönlichen und lokalen Ein- und Ausdrücken, schien und scheint auch jetzt immer wieder von Angst besetzt zu sein, von den falschen Vorstellungen, nicht mehr da zu sein, etwas zu verlieren oder nur noch im Geist zu existieren, ohne Leben, ohne Erfahren, ohne Ausdruck. 

 

Doch im Moment geschehen große Lichteinflüsse durch kosmische Konstellationen, die ganze Erde erfährt eine Anhebung, die vierdimensionale Erderfahrung kommt zum Vorschein. Wir sind es, wir, die berührt sind aus der kosmischen Konstellation heraus, nicht durch irgendeine Bemühung, werden in jeglicher Weise unterstützt. All dieses was bisher schwer fiel, wird jetzt angehoben, beschleunigt, mit Licht gespeist, aus unserer wahren Identität, aus unserem authentischen ICH und die Erde, die großstoffliche Erfahrung und all diese düsteren Verknüpfungen aller Daseinsformen werden gelöst und in die höhere Gewahrseinsebene transzendiert. Überall fließt Licht hinein, in den dunkelsten Winkel. Erst wird es ans Licht gebracht, gesehen und dann erfolgt die Synchronisation durch uns, durch die Präsenz unseres ChristusSeins, die sich der Einheit aller Wesen und Dinge bewusst ist, in Stille.

 

Es fällt nun jede Praxis leichter, leichter fällt es, sich von der kollektiven, gesellschaftlichen Dynamik zu befreien. Der dual geprägte Gedanke fällt ab, wird ausgeklickt und die damit einhergehenden, fixierten Formen verschwinden. Nun sind wir uns diesem Geschehen gewahr und geben uns ihm ganz hin ohne wieder danach zu greifen: „Bisher habe ich ja noch keine Antwort erhalten.“, „Ich kenn das.“ und „Wieder einmal versagt.“, „Bis zum nächsten Mal.“ Nein, es gibt kein nächstes Mal, das ist Vergangenheit, die nicht mehr in die Zukunft zu projizieren ist. Es ist wie Einatmen und Ausatmen ohne etwas dazwischen. Das Wesentliche ist, halte an, atme  —   atme ein  —  Stille  —  und atme aus.

 

In Österreich gibt es ein Projekt, bei dem eine Künstlerin das Wort, „Atme!“ in großen Lettern gestaltet und sie überall anbringt. Mitten auf der Autobahn ist ein großer Schriftzug zu lesen: „Atme!“, auf einer Brücke: „Atme!“. Mitten in einer Wohnsiedlung: „Atme!“. Jemand schrieb mir, bei dieser einfachen Übung ist mir tatsächlich bewusst geworden, dass ES mich atmet. Es ist der EINE Atem. ICH atme die Substanz des Lebens, des unsterblichen Lebens, halte inne  —  und atme aus, ich atme mich ins Leben.

 

Wir sehen, hören und fühlen, dass es zu großen Turbulenzen kommt, viele berichten von heftigen Körpererfahrungen, vieles bäumt sich auf und es scheint so, als ob die konzeptuelle Grobstofflichkeit in einen noch tieferen Zustand zu verfallen scheint, doch gib sie frei, halte nichts fest. Gib alles frei, du hast die Fähigkeit dazu, zu Lösen und in die Stille einzutauchen.

 

Eine Freundin, die recht feinfühlig ist und viele, viele, sind es, feinfühlig, feinhörig - berichtete, dass sie eine heftige Körpererfahrungen hatte und es als Symptom eines Hitzschlages interpretiert, als ob alles verbrenne, obwohl sie kaum in der Sonne gewesen war  —  es ging vorüber. Sie war sich nicht bewusst darüber was geschah, erst in unserem Gespräch kam es zu Erkenntnis. Damit konnte sie auch erklären, dass sich seither ihre Wahrnehmung verändert hatte, sie nimmt nicht mehr Menschen war, sondern die Energiefelder von Menschen. 

 

Das ist es was geschieht, nach der Loslösung des persönlichen Eindrucks, des Köprereindrucks, der Fixierung. Die Wahrnehmungsbereiche werden hell, das heißt: hellfühlig, hellhörig, hellsichtig. Es ist tatsächlich eine Verfeinerung der Wahrnehmung, die sich durch die Loslösung des körperlichen Empfindens, des persönlichen Eindrucks, transzendiert. 

 

Auf diese Weise nehmen wir wahr, doch auch hier sind wir noch Beobachter  —   es geht darüber hinaus. Der Beobachter, der immer noch Beobachter ist von Erfahrung, löst sich auf. Tatsächlich ein Sprung ins Nichtwissen, das totale Loslösen des Menscheitstraumes. Dieser Sprung muss geschehen und er geschieht. Alles fällt zusammen in der Stille, in der Stille löst sich Zeit und Raum, Ort und Person, Tier und Pflanze, alle Erscheinungen, die an Fixierungen gebunden sind, an Bedeutungen, lösen sich auf und was geschieht? 

 

Ein neuer Himmel aus der Verankerung im kosmischen Urgrund, Bewusstsein des authentischen ICH´s und seine unbegrenzte absichtsvolle Erfahrung der Ganzheit aller Wesen und Dinge ist offensichtlich, das bedeutet aus der kosmischen Quelle von Moment zu Moment zu leben. Es bedeutet nicht ein abgehobenes Leben, als schwebe man auf einer anderen Wolke, was für manche vielleicht wie eine Rettung aus der Not klingen könnte. Aber wäre es das wirklich? Jemand sagte zu mir, du klingst, wie von einem anderen Stern  —  dieser andere Stern jedoch ist unser Zuhause, auch hier auf Erden, auf der Erde, wie sie ist im Himmel, ungebunden und frei.

 

Eine Freundin beschrieb es so: “Der Menschheitstraum ist wie ein großes Nervensystem, das ein Burnout erlitten hat und man sucht einen Schuldigen, beim Chef, bei der Frau, in der Beziehung, bei den Eltern, in der Vergangenheit und der Eine hält es nicht aus und leidet und der Nächste erkennt seine Eigenverantwortung, die Schönheit seines Gestaltens, seines Seins, genau in dieser tiefen Not“.

 

Was erkennen wir? 

Dass wir EINS im Geist sind, EINS im Wesen und EINS in der Erfahrung.

 

Wir sind die Präsenz, die ChristusPräsenz, allverbunden, miteinander, das riesige Lichternetz, das goldene Band, welches jede Missstimmung, jeden Schatten  erleuchtet  —  und die Schönheit und Würde unseres Seins entdeckt, erforscht, zum Erblühen bringt. 

 

Deshalb lasst uns der Klarheit unseres Bewusstseins, der Allintelligenz gewahr sein. Lasst uns diesen Raum des Allwissens wirklich aufnehmen, das Einzige was es bedarf  —  ich entscheide mich dafür. Diese Entscheidung ist längst getroffen.

 

Und nun erkenne, dass Allwissen, Allintelligenz und das kosmische Herz oder kosmische Liebe ein Liebespaar bilden, die Frucht ist Weisheit, die den ganzen Kosmos beinhaltet, die Weisheit der universellen Erfahrung.  —  Oh, ich liebe diese Weisheit, die mein ganzes Sein und Wesen ausmacht und das Sein und Wesen eines jeden Dinges, einer jeden Wahrnehmung. 

 

Ich liebe es, dass jede Missstimmung in dieser Präsenz, in diesem ChristusSein sich klärt, verschmilzt und neues Leben, neues Erfahren hervorbringt und dieses möchte ich entdecken, in dir und in jedem, der mir begegnet. 

 

Daraus entsteht eine heitere Achtsamkeit, wirklich jede Information, jede Inspiration aus dem Licht des EINEN zu betrachten, aus der Präsenz der EINHEIT. Entweder es ist eine Information, die mehr Licht bringt, mehr Klarheit oder eine Information, die mich tiefer, tiefer in mein authentisches Selbst, mein ChristusSelbst führt, damit dieses sich weiter, größer, herrlicher ausdehnt   —   vollkommen frei.

 

Und dann erlebst du die totale Freiheit, das schönste Stirb, du fühlst dich so frei und es gibt nichts, an das du in irgendeiner Weise gebunden bist, keine Richtung, keine Meinung, keine Religion, keine Gruppe, kein du musst oder du sollst, es ist die absolute Freiheit und dadurch die absolute Verbundenheit. Und du bist einfach nur DA und durch dein DASEIN verströmt sich die Präsenz, vielleicht im Wort, vielleicht im Tanz, du siehst das Leben tatsächlich als ein Tanz von Stirb und Werde, hin zu dem was du bist, immer warst und immer sein wirst  —  ganz Mensch und ganz Gott.

 

Und nun erforschen wir miteinander auf welche Weise sich DAS erfährt.

 

Danke.

 

Das IST was wir SIND. 

 

 

Alles Liebe, alles Gute, alles Herrliche!