Gewahrsein SELBST - das offene Tor

 

MittwochsMeditation

23. September 2020

 

Guten Abend, herzlich Willkommen, welcome.

 

Lasst uns mit ein, zwei Atemzügen den Körper entspannen, indem du dir des Atems gewahr bist, der ein- und langsam ausströmt, entspannt sich der Körper. Die Festigkeit löst sich, Gewahrsein ist sich seines Körpers gewahr —  sanft, vibrierend, fein und lebendig. 

 

Immer ist es Gewahrsein selbst, dass sich aller Dinge gewahr ist, alle Sinne füllt, sich hier als Gemeinschaft  gewahr ist, als Körper, als Fühlen und Denken. 

 

Wir haben immer wieder geübt, über Körpergewahrsein, Herzgewahrsein und Mind, mit dem Licht des Gewahrseins hinauszugehen, diese zu durchleuchten und weiter und weiter zu werden, über den Kopf hinaus und die Präsenz des Gewahrseins selbst wahrzunehmen, wie sich Gewahrsein selbst gewahr ist. 

 

Es ist viel feiner und subtiler als die gewohnten Sinneswahrnehmungen. Deshalb fühle nun einfach, wie Gewahrsein sich selbst gewahr ist. Lausche still und sanft. Gewahrsein ist sich selbst gewahr, es ist selbstgeschehend, ohne dein Zutun. 

 

Deshalb entspanne und lasse wirklich los, lass Gewahrsein sich selbst mitteilen aus der Stille, mühelos.  

 

einige Minuten Stille

 

Indem wir unser spirituelles Sein, als einzige Wirklichkeit anerkennen, bemerken wir, dass wir den Ort nicht verlassen, an dem wir sind. 

 

Der Ort, an dem wir uns gerade befinden, ist ewiges Sein, ist heiliger Boden, sich selbst vollkommen. Wir verlassen nur die Idee, dieser kleine Körper zu sein, der mit allem Körperlichen identifiziert ist, mit allen Erfahrungen dieser Kleingläubigkeit, von ich bin hier und das was ich wahrnehme ist da draußen. Es ist diese Kleingäubigkeit, die natürlich Mangel erleidet und sich ständig vergleicht, mit anderen Ihresgleichen und all die tückischen Manöver sind bekannt, all die Versuche diese Ungleichheit auszugleichen. 

 

Doch der Irrtum gerät mächtig ins Schwanken, mehr noch, er ist bereits als nichtig erkannt. Er ist außen vor, wie daneben stehend und dahinschwindend und Deine Wirklichkeit zeigt sich auf, deine Gewissheit der einzigen Wirklichkeit. 

 

Und die Wirklichkeit ist, dass wir tatsächlich in einem spirituellen Universum, als spirituelles Sein leben. Leben ist Gewahrsein selbst und das findet in dir statt und geschieht als jegliche Form seiner selbst. Gewahrsein ist immer geschehend, ist waches, aktives Sein, dein Sein und mein Sein, ungeteilt. Das bedeutet, dass die Formen des Gewahrseins, die Formen des Lebens nicht starr sind, sondern fließend, sich ewig entfaltend, sich ausdehnend, frisch und immer mehr erfüllend.

 

Deshalb ist es an der Zeit, die engen und mangelnden, unzufriedenen Formen der Vergangenheit im Licht des Gewahrseins zerrinnen zu lassen, in der Präsenz des Hier-Vollkommen-Seins. 

 

All die Ideen eines langen spirituellen Weges, lass es gehen, lass es frei, gib es hin! Gewahrsein ist unmittelbar, frei und es ist das, mit dem du gewahr bist. Sich selbst gewahr zu sein, als Gewahrsein selbst, öffnet unmittelbar das Tor zur Unendlichkeit, denn dieses Tor ist bereits weit und offen, nimmt alles als sich selbst wahr.

 

Unendliches Gewahrsein hat alle Intelligenz in sich und drückt sich als Körper aus. Es ist kein fester Körper, es ist Körpergewahrsein, immer beweglich, vibrierend, sich erfrischend. 

Lassen wir Gewahrsein sich selbst gewahr sein als der Körper, bemerken wir und zwar überall, dass sich die Wahrnehmung des Körpers verfeinert, sich aus der inneren Substanz in eine höhere Frequenz entfaltet. Und diese ist frei, frei von Geschlecht und allen damit verstrickten Anhaftungen. Es drückt sich in männlichen und weiblichen Aspekten aus und jeder Aspekt ist einzigartiger Klang. Diese sind unbelastet und immer in Vereinigung mit der ganzen Sinfonie von Geist und Form. Doch die Formen bleiben beweglich, fluide, nicht an Ort und Zeit gebunden.

 

Aus dem Licht des Gewahrseins können wir sehen, dass sich die geschlechtlichen Aspekte in der menschlichen Erfahrung verändern. Es sind beide, männlich und weiblich, im Gewahrseinskörper eins und manchmal tritt der männliche und manchmal der weibliche mehr in Erscheinung, aber nie fixiert, sondern sich ausbalancierend. 

 

Und es ist wunderbar sich zu fühlen wie Gewahrsein selbst sich frei, frei von männlich und weiblich fühlt und auf welche Weise sich dies zum Ausdruck bringt  —  einfach im Empfinden wie Gewahrsein sich selbst  gewahr ist, als dieser Ausdruck  —   lässt uns eine tiefere Zärtlichkeit, auch körperlich fühlen. 

 

Es ist wirklich wichtig alles bisherige Erfahren der Kleingläubigkeit und Enge freizugeben, so dass auf nichts mehr aus der Vergangenheit an Vorstellungen und Wünschen zurückgegriffen wird, es hindert das Körpergewahrsein sich frei auszudehnen, sich frei zu entfalten, mehr Freude, Freiheit und Kreativität zu erleben, in Form zu bringen, in neue Form  —   in freies Erfahren.

 

Die Erfahrung schwingt sich wirklich ein in eine neue Zeitebene und bei einer Künstlerfreundin, die sich dem meditativen Malen hingegeben hat, entstand ein wunderschönes Bild, dass den Titel offenbarte — „Erwachen aus dem Adamstraum, jenseits von Gut und Böse“.

Sie stimmte sich ganz in das Ummanifeste, Formlose ein und beobachtete wie der Pinsel mit drei Farben auf der Leinwand schwangen. Sie entdeckte eine männliche und eine weibliche Gestalt als inniges Paar hervorscheinend. Durch ihre Herzen verlief eine geschlängelte Linie, eine Schlange, die ebenso liebevoll wirkte. Der Titel des Bildes erschien aus der gleichen Bewegung: „Erwachen aus dem Adamstraum, jenseits von Gut und Böse“. 

Lieben Dank der Künstlerin.

 

Viele Bezeugen von der Gewissheit, es ist vorbei, diese Schwierigkeiten eines getrennt geglaubten Lebens sind vorbei, es sind nur noch Ausläufer, alte Reaktionen, die sich vielleicht noch eng anfühlen, aber lasst uns das offene Tor sein, das Tor des Gewahrseins, lass das Licht des Gewahrseins, Christus, oder die zeitlose Präsenz des Jetzt ein  —  deine Offenheit, absichtslos gewahr zu sein. In dieser wachen Absichtslosigkeit wirkt das freie Gewahrsein.

 

Sei mühelos einfach offen und absichtslos und lass mich das Licht des Gewahrseins für dich sein. „Mich“ ist die ganze Gemeinschaft des ICH’s, des Gewahrseins, sich selbst gewahr, frei, absichtslos und doch aus SEINER Wirklichkeit aus SEINER Intelligenz absolut absichtsvoll. 

 

Ruhe in offenem Gewahrsein  —  und beobachte wie es sich weitet.

 

Stille

 

Was immer du wahrnimmst, wie auch immer du es beschreiben magst, es ist Gewahrsein selbst, das sich wahrnimmt und es ist herrlich, sich des freien Erfahrens mehr und mehr gewahr zu sein. 

Es ist wie eine breite Straße des Lichts, eine Allee, die sich vor deinen Füßen zeigt und im Gehen erfährst du dich frei. 

Und in jedem Erfahren, das berichtet wird aus dieser Freiheit, bist du gleichfalls das Freie, ungetrennt, ungeteilt von Gewahrsein selbst. Jeder Funke Freiheit erhebt dich, löst dich von der begrenzten Erfahrung und von jedem Detail deines Erfahrens. 

 

Es sind viele, viele, die die Weite erfahren. Wie wir am Wochenende gehört haben, kann dass jedoch auch Unbehagen oder Angst auslösen, so dass man sich verloren fühlt oder dass einem ganz schwindelig wird. 

 

So berichtete auch heute eine Freundin, der es ebenso erging, dann jedoch hat die Unendlichkeit des Gewahrsein seine unendliche Intelligenz ins Spiel gebracht und das war ein großer Trost und bringt die Füße wieder auf den Platz, auf den Boden, auf den Grund auf dem wir stehen, dem heiligen Grund  —  dem Ruhen in Stille, dem Ruhen im Sein, unmittelbar, hier und jetzt, da wo du jetzt bist. 

Die Unendlichkeit ist nicht mehr draußen, als etwas Fremdes, sondern ist deine wahre Natur,  es ist die innere Weite und Geräumigkeit.

 

Stille

 

Es ist der heilige Grund unter dem Schirm des Allerhöchsten, das Leben selbst. Und deshalb, wo immer du auch gerade sein magst, wie es auch immer gerade für dich aussieht, ob du es als gut oder schlecht befindest, es hat keine Wirklichkeit, keine Macht, es kann dein Leben nicht beschädigten. dein innerstes Selbst weiß ja schon längst um die Ebene jenseits der Angst, jenseits von Gut und Böse und sehnt sich nach der Verwirklichung  —  hier an dem Ort wo du gerade bist.

 

Es ist die Wahrheit des Lebens, die eine und einzige und wahrhaftige Existenz, das eine, einzige Leben. Der Geist, der Körper, diese Wahrheit, das Gewahrsein selbst schaut nicht unwahr durch unsere Sinne, es schaut wahrhaftig, wie es wirklich ist, das Bild und Gleichnis des Guten, des AllGuten selbst. 

Es ist dieses reine Gewahrsein welches sieht, was du wirklich bist, den Mind, den du wirklich hast, den Körper, den du wirklich hast, die Welt, die du wahrlich erfährst, als seine Vollkommenheit, Ganzheit, ungeteilt, ewig sich bewegend, liebend, tanzend, unmittelbar.

 

Deshalb, lasst uns aus der Sicht des Gewahrseins  das Universum sehen wie es wirklich ist. Aus dem Gewahrsein sehen wir was jeder Andere wirklich ist, das göttliche Wesen, deinesgleichen, in einzigartigem Ausdruck, in einzigartiger Schönheit, den göttlichen Mind, den göttlichen Körper, hier anwesend.

 

Stille

 

Gewahrsein ist Freiheit, Gewahrsein ist Unendlichkeit, Gewahrsein ist immer gegenwärtig, selbst wenn kein Gegenstand da ist, dessen man sich gewahr ist, ist Gewahrsein sich selbst vollkommen gewahr. 

Und jeder Gegenstand, alles der Wahrnehmung ist Ausdruck des Gewahrseins, Ausdruck von Allintelligenz, fließend, frei, sich gebend, in unendlicher Fülle sich gebend, es ist die Wirksamkeit des Gewahrseins, des Lebens selbst.

 

Mit Gewahrsein selbst geht Stille einher, Stille des Körpers, Stille der Gedanken, Stille der Empfindung und gleichzeitig die Weite, das Licht, die Präsenz, die Freude des unkörperlichen Daseins, im vollkommenen Rhythmus von Kommen und Gehen, Gewahrsein bewegt sich. 

 

ICH bin die Stille, unbewegt, der Ort, der ewig hier ist und die Freude des Gewahrseins, dass sich gibt als Leben selbst, sich selbst gewahr, liebt was ist und offenbart, dass hinter allem das ist, DAS WAS IST  —  wahre Natürlichkeit des Lebens.

 

Lasst uns in den letzten Minuten, noch einmal das Gewahrsein des Geschehens fühlen, ein bisschen tiefer gehen, als das was zu sein scheint, ein bisschen tiefer, einfach in der Hingabe, der Dynamik des geschehenden Gewahrseins, das dich mit sich nimmt. 

 

Entspanne dich wahrlich und lass es geschehen. 

Lass dich in die Stille sinken — und sei offen und absichtslos, für das geschehende Gewahrsein selbst.

 

Stille

 

Und nun, nimm wieder zwei, drei tiefe Atemzyklen, sei dir des Atems gewahr, wie er langsam in den Körper strömt, das Körpergewahrsein belebt, erfrischt, indem du sanft den Körper bewegst. Liebevoll ist er im Gewahrsein des Lichts geborgen und durchdrungen vom Licht, der Kraft, der Intelligenz, der Einheit, verstehe das Wunder der Einheit, das Wunder deiner selbst, deines Geistes, deiner Welt und sei dieses Wunder. 

Wisse und vertraue und sei deine Wahrheit, du bist die Unendlichkeit des Seins, aller Dinge und aller Erfahrung. 

 

Was bleibt da zu tun? 

Ströme es freigiebig. Gib alles was du bist und hast, deine Stille, die Sicht deines Gewahrseins, und jegliche Form. Lass Gewahrsein schauen, lieben, geben. Die Formen, jegliche Form ist fliessend, unendlich und erfüllt sich im Geben, nie im Nehmen. Geben löst nicht das Nehmen aus, Geben löst Geben aus und durch das Geben, das Verströmen in jeglicher Weise, bist du das Wunder des Gewahrseins. Jegliches Bedürfnis ist mehr und mehr erfüllt, jegliche Lebensfreude ist reichlich. 

 

Sei daher eingeladen, in dieser Woche dieses unmittelbare Tor des Gewahrseins zu sein, es ist offen, weit und ist das Geschehen durch dich. 

 

Und alles was eng ist, noch festhält verliert sich im Geben, im Strömen, im Sein, aus dem Gewahrsein selbst. 

 

Deshalb kannst du dir alles wünschen, alles  —   aus der Liebe des Gebens   —  ist es absichtslos und frei sich gebend.

 

 

Danke