Sieben Morgenmeditationen

 

 

4.  Meditation  Gewahrsein

 

Guten Morgen, willkommen am vierten Tag unserer Meditationsreihe.

 

Wie herrlich ist es am Morgen als erstes im Kreis der Gemeinschaft zu sitzen, allverbunden im Bewusstsein der EINHEIT Gottes, der Vollkommenheit Gottes, hier und jetzt.

 

Die kosmische Ordnung im Rhythmus des Lebens ist hergestellt, erhaltend, bewahrend, alles in sich tragend  —  welch Weisheit  —  welch Liebe.

 

Lasst uns wieder einige Atemzüge nehmen, um unserem Körper alle Ehre zu geben, die Bewusstheit, die ihm gebührt. 

 

Schenke ihm nun ein bis zwei Atemzyklen, diese lichte, klare Aufmerksamkeit  beim Einatmen, dem Innehalten und sei dir beim langsamen Ausatmen des Fließens gewahr, wie der lichtvolle Atem in deinen Körper strömt.

 

Fühle wie die lichtvolle Präsenz alle Bereiche des Körpers belebt.

 

Fühle die Lebendigkeit und Weite des Körpers  —  das Fließen des Lebens.

 

Und nun lass das Licht des Gewahrseins in deinen Herzensraum fließen

 

und alles berühren, was vielleicht bedrückt oder sich eng anfühlt. 

 

Folge dem Licht des Gewahrseins, wie es weit und frei ist. 

 

Und höre in der Stille des Herzens, dass Du gemeint bist.

 

Die Stimme des Herzens meint dich.

 

Aus der Stille des Herzens verströmt sich die Liebe, du musst nichts dafür tun, lass es zu.

 

Du wusstest nicht, das so viel Liebe in dir ist   —   leise und weise verströmt sie sich, lässt nichts aus, stets alles im Gewahrsein, das liebt was IST.

 

Und nun lass das Licht des Gewahrsein auch deinen Mind durchlichten, bis du bemerkst   —   dass Ruhe ist, Wachheit, Leerheit.

 

Mind, Herz und Körper sind im Einklang des Gewahrseins.

 

Und nun erkunde heute, was ist das Gewahrsein? 

 

Erkunde den Teil von dir, der gewahr ist, dass es sich selbst gewahr ist. 

 

Gewahrsein ist sich selbst gewahr, ist Zeuge eines inneren Raumes, einer Ebene von Stille   —   Weite   —   Zeitlosigkeit   —   Präsenz   —   Tiefe.

 

Erspüre, dass Gewahrsein sich selbst gewahr, das Fühlen des Seins ist   —  still  —  zeitlos.

 

Halte dein Gewahrsein für den Rest des Sitzens auf das gewahr, was gewahr ist. 

 

Wenn Gedanken kommen, führe die Aufmerksamkeit und leise Freude sanft zurück, 

 

wie Gewahrsein sich selbst gewahr ist, sich selbst wahrnimmt. 

 

Verbringe einige Minuten damit und am Ende des Sitzens, nimm wieder ein bis zwei tiefe Atemzüge. 

 

Sei dir beim langsamen Ausatmen der fließenden Lebenskraft deines Körpers gewahr, wie sie alles durchdringt, fühle die Weite der Lebendigkeit, die Tiefe und Freude des Daseins.

 

Bevor du aufstehst, sieh dich im Raum um und lausche, finde heraus, dass Gewahrsein vor den Dingen sich des Raumes gewahr ist und alle Dinge im Raum des Gewahrsein von Gewahrsein gefüllt sind.

 

Und dann, wenn du aufstehst nimm das Lauschen, wie Gewahrsein sich selbst gewahr ist, mit in den Tag und du bemerkst, dass es zeitlos ist, jedoch wach, dich zur rechten Zeit am rechten Ort sein lässt. 

 

Hältst du Gewahrsein, das sich selbst gewahr ist aufrecht, bemerkst du, dass es Gewahrsein ist, das liebt was IST.